Das römische Heer nähert sich dem deutschen Boden.

Eine Überzahl an römischen Legionären durchstreift das Land, zünden Dörfer an, töten alle wehrfähigen Männer und vergewaltigen die Frauen.

Die germanischen Krieger sind in der Unterzahl und haben nicht die Waffen und Männer, um die Römer zurück zu schlagen.

So versammeln sich alle Alten und Weisen in einer heiligen Stätte, um der Befreiung Germaniens zu beraten.

Die Alten sitzen da, diskutieren und gestikulieren, doch eine Einigung ist nicht in Sicht.

So beschwor der Ältestenrat den letzten Beschützerpatron ihrer altertümlichen Religion.

Ein großes Feuer wird angezündet und das Blut eines gefangenen Römers geopfert.

Das Feuer weitet sich aus, dunkle Rauchwolken zogen gen Himmel, der sich blutrot färbt und ein schweres Gewitter folgte. Laut das Donnern und hell die Blitzeinschläge. Einer der Blitze traf genau auf das Feuer der Alten und ein schrilles Licht blendete die Waisen.

Als die Männer die Augen öffnen, steht auf dem Feuer eine wunderschöne dunkle Frau vor ihnen.

Die Frau war fast schwarz der Hautfarbe wie das Haar auf ihrem Haupt. Sie trug ein goldenes Metallgerüst und in der rechten Hand hielt sie ein langes Schwert.

Die Alten knieten nieder vor dieser exotischen Schönheit und neigten ihr Haupt, beschämt dieser Göttlichkeit in die Augen zu schauen.

´´Mein treues Volk. Ich sehe euer Ersehen nach Sieg und Frieden auf eurem Lande. Hört meine Untertanen, ihr wurdet erhört. Die Feinde aus dem Süden werden vertrieben, doch erwarte ich ein Opfer von euch. Ihr sollt mir als Gegenzug Millionen Menschen dar geben als Opfer, in dessen Blut ich baden werde. Ich gebe dir Deutschland die Stärke zu siegen, doch werdet ihr immer an meinem Geist gekettet sein und nie mehr lossagen können. Sprecht ihr Alten, schwört ihr mir ewige Treue und Untergabung? ´´

Alle Männer hoben die Arme und riefen voller Innbrust: ´´Ja unsere Göttin. Wir werden dir ewig gehorchen.´´

Damit ging das deutsche Volk diesen Pakt ein und es geschah das Wunder.

In der Varus-Schlacht im Teutoburger Wald wurden die Römer zurückgeschlagen und niedergemetzelt. Die Germanen siegten, doch gingen sie einen Pakt mit einer teuflischen Göttin ein.

Fortan unterlag das germanische Reich einem Fluch, der die Seelen der Menschen verdunkelte.

Zwar waren sie nun stark und des Sieges gewiss, doch ewig wird das Blutvergießen in diesem Lande weitergehen. Die Göttin giert nach dem Blut des in diesem Lande vergossenem Blutes und sie fordert ihr Tribut ein. Wahrlich dieses Land war verflucht und wird des Krieges Schrecken nie entweichen. Es werden große Kriege folgen und die Schlachtung Millionen von Seelen in diesem Lande, so lange wie die Göttin ihr Tribut einfordert und die Germanen diesem Pakt die Treue halten der eigenen Stärke willens.