´´Sage mir Friedrich, wann kommst du wieder ? Verspreche mir du kommst wieder.´´
Anne schaut ihrem Ehemann in die Augen und in ihren Augen rinn langsam eine Träne ihr Gesicht hinab.
´´Anne ich verspreche dir, ich komme wieder. Ich komme aus dem Krieg wieder und Deutschland wird wieder erblühen und aufwachen. Alles für das Vaterland.´´
Sie sah ihn an und sagte kein Wort mehr. Sie verabscheute diesen Krieg und das Töten.
Warum für ein starkes Deutschland kämpfen? Ist denn die Stärke ihrer Ehe nicht wichtiger?
Alle reden sie über Deutschland, aber nicht über sich selbst. Alle sagen sie die Juden seien Schuld, die Franzosen und die Amerikaner.
Warum mit der ganzen Welt in Feindschaft kämpfen, wenn dieser Krieg so viele Witwen und Leid hinterlässt.
Anne ist kein Nazi aber eine Deutsche.
Friedrich ist Nazi aber kein guter Ehemann.
Sie haben sich auf einem Schützenfest auf dem Lande kennen gelernt. Noch seine Seitensprünge im Kopf und seine Trinkgelagen.
Doch Anne verzieh ihrem Friedrich. Immer wieder. Doch dass er für immer in den Krieg zieht, das kann sie ihm nicht verzeihen.
Es hingen Hakenkreuze in ihrem Haus, des Führers Abbild an der Wand, den Hass der Nationalsozialisten in ihrem Herzen. Widerstand ist zwecklos, die Braunen haben gewonnen.
Es hieß nur ein guter Deutscher ist dieser Bewegung wert. Es hieß alles für das Vaterland, aber nichts für einen Selbst.
Friedrich schloss sich der SS an. Seine blauen Augen und blonde Haare waren eine Einladung in diesen des Führers treuen Verband.
Und da ging er hinaus in die Welt des Krieges. Der Welt des Tötens…
´´Alle an die Wand, na los ! ´´ Eine Gruppe Zivilisten wird zusammengetrieben und an eine Wand einer Scheune gestellt. Friedrich zieht sein Gewehr, ruft einen Befehl und seine Worte verwandelten sich in heiße Patronen, die ihre Wege in des Körper der Menschen finden. Sie alle sollten sterben.
Anne sitzt in einem Gerichtssaal und verfolgt den Prozess der Alliierten gegen Mitglieder der Waffen SS.
Sie sieht Friedrich dort an der Angeklagtenbank sitzen neben anderen Mördern.
Der Richter hebt seine Hand und verkündet das Urteil: Wegen der Ermordung von Zivilisten in der französischen Provinz, sind alle Angeklagten zum Tode durch den Strang verurteilt.
Friedrich blickt zu seiner Frau hinüber, steht auf, hebt seine rechte Hand und schreit: ´´Heil Hitler ! Alles für Deutschland !´´
Das waren die letzte Worte ihres Ehemanns, die sie hörte und sie sollte ihn nie wieder lebend sehen.
