Rastlos wandert der von Dämonen besessene Michel durch die irdische Welt.

Rastlos quält ihn ein Dämon, der ihn seelisch foltert und ihn nie alleine lässt.

Rastlos wandert Michel durch die Welt mit dem tiefen Wunsch nach wenigstens etwas Linderung und eben eine Rast in der Rastlosigkeit.

Doch wie ein enger Freund begleitet der Dämon ihn und flüstert ihm stets ins Ohr, er werde ihm nie von der Seite weichen.

Und dann kam der Moment, der Moment des Einbruchs und der tiefen Schwäche.

Doch wie entkommt man einem Dämon, der wie mit einer Nabelschnur an einem selbst gekettet ist ?

Michel steht vor der Entscheidung sich das Leben zu nehmen, um die lebendige Verbindung mit dem Dämon mit dem entrinnen in das Tod zu kappen.

Der Dämon sieht sein Opfer mit dieser Entscheidung im Kopf und sieht sein Erfolg nahe, doch tief im Inneren wusste Michel dass diese Entscheidung nicht die richtige wäre. Und so brauste er alle seine Kräfte zusammen und bot dem Dämon die Stirn. Aufgeschreckt durch diese neue Kraft, wollte der teuflische Bote ihm einen Deal andrehen. Michel könne sich ein neues Opfer aussuchen, der fortan diese Last zu trägen hätte und der Dämon für immer von ihm weicht.

Michel dachte nach über dieses Angebot und sein Dämon zeigte ihm drei Opfer auf, unter denen er sich aussuchen könne, wer ihm diese Last abnimmt.

Als erstes zeigte der Dämon ihm eine junge Frau mit zwei kleinen Kindern.

Diese Frau zog von ihrem Mann verlassen ihre Kinder alleine groß, arbeitete hart und opferte ihr eigenes Leben um das ihrer Kinder zu verbessern.

Als zweites zeigte der Dämon ihm einen alten Mann der alleine und geplagt von Hunger und Armut lebt. Der Greis lebte von den Brotkrümeln der anderen Mensch und einzig sein Glauben an das Gute lässt ihn noch geistig überleben.

Als drittes zeigte der Dämon ihm einen kleinen Jungen, der auf dem Boden liegend mit seinem Spielzeug spielt. Der Junge lebte frohlocken des Lebens.

Michel überlegte zaghaft über diese Entscheidung, mit dem Wissen sein Leiden könne bald beendet werden.

Doch der Gepeinigte unterschlug dem Peiniger einen Wunsch. Michel wolle wissen, wie die Zukunft der Einzelnen Menschen aussehe, wenn sie den Dämon in sich trugen.

Überrascht und doch Siegessicher erfüllte der böse Geist ihm diesen Wunsch und Michel durfte in die Zukunft schauen:

Die junge Frau empfängt den bösen Geist und stürzt überfordert durch ihm in eine tiefe Depression und vernachlässigt ihre Kinder. Schließlich nimmt sie sich das Leben und ihre Kindern sollten fortan als Waisen für immer des Verlustes leiden.

Der alte Mann empfängt den bösen Geist und durch ihm sollte sein sanftes Gemüt in Rachegelüste und tiefer Wut enden. Voller Groll und Besessenheit zieht er los und tötet wahllos Menschen.

Der kleine Junge leidet an einer seltenen Krankheit und ist bereits dem Tode geweiht.

Durch den Empfang des bösen Geistes soll ihm jede kindliche Fantasie und Gutmütigkeit verloren gehen und die letzten Momente des Lebens solle er mit tiefer Traurigkeit leben.

Und jetzt steht die Entscheidung an, wem Michel diesen verfluchten Dämon denn auftragen solle.

Er überlegt und wägt ab, während der Dämon ihm dabei frohlockend zusieht und sich gierig die Hände reibt.

Michel dachte an den alten Mann, der nichts vom Leben hatte oder dem kleinen Jungen der sowieso schon bald aus dem Leben scheiden sollte.

Der Dämon sah ihn ungeduldig an und forderte nun eine Entscheidung von ihm.

Michel erwiderte seinen Blick, grinste ihm in die hässliche Fratze und sagte: ´´Wir werden noch sehr lange zusammen sein mein alter Freund´´ .