´´ Wenn der Himmel hell leuchtet 

Aber der Boden so grausam grau erscheint 

Was wäre, wenn es anders wäre ?

Nicht allein sein, Jemand halten deine Hände ? ´´

Rainer steht auf, es wäre an der Zeit.

Der Wecker klingele, aber warum denn noch ?

Klar, als Rentner könne er zelebrieren der Rente Freiheit.

Doch nichts ist klar, aufzuwachen in einem endlosen Loch.

Er zieht sich an und geht aus dem Haus. Wie immer zieht er seine Bahnen , nicht zu ahnen, was der Tag bringen würde.

Wie eine Hürde ohne Würde, geht er zu seinem Stammstehcafe, zu suchen etwas Wärme und einen erschwinglichen kleinen Filterkaffee.

Gerade als er mit seinem Pappkaffee sich vor den Laden stellte, fragte eine männliche Stimme etwas, wonach ihm nie war:

´´Guten Tag, hätten sie mal Feuer ?´´

Rainers graue Augen drehten sich in Richtung der Stimme und musterte den Fremden. Es war ein junger Mann, vielleicht um die 30 Jahre alt, mit einer selbstgedrehten Kippe im Mund, lockige dunkle Haare und einer verschmutzten Brille auf der Nase.

´´Ich rauche nicht´´

Entgegnet Rainer ihm kühl.

´´Schade´´

Die Antwort des jungen Mannes.

´´Sie sollten nicht rauchen, das schadet ihnen´´

´´Ja, stimmt, aber was schadet nicht, nicht wenn man etwas im Leben genießen möchte.´´

Rainer wusste nicht mit der Situation und der kleinen Konversation umzugehen und beschloss baldig wieder nach Hause zu gehen.

Gerade als er den leeren Pappbecher in den Müllkorb schmiss und seine gewohnte Bahnen ziehen wollte, spürte er eine Hand an seiner Schulter.

Er drehte sich um, doch er war nicht mehr da, nein, ein weißes Licht umgab seinen Körper. 

Ein Lied stimmte an und plötzlich sah er geschriebene Worte in seine Richtung wehen:

´´Es gewahr, es ist wahr, es ist die innerste Wahrheit, die größte Freiheit

Der Tod ist nahe, aber wie weit würdest du gehen, um zu sehen deine Seele verwehen , in eine Richtung die du nie verstehen wirst

Das ist eben die letzte Frist, keine List, nur das was du bist

Doch deine Zeit ist noch nicht gekommen

Dein Herz und Leib diese letzte Hürde noch nicht erklommen

Drum nimm, was du kannst bekommen

Dein Leben, dein Schicksal. Du hast es in der Hand…´´

Rainer wachte auf. 

Es war nur ein Traum.

Es ist jetzt ihm überlassen mit diesem Traum umzugehen…