Was die Götter am wenigsten an den Menschen verstehen ist ihre Liebe zueinander.
So erschufen sie den Mitron. Ein Wesen göttlichen Antlitzes, Fleisch geworden jedoch ohne die Gabe der Sexualität da die Götter diese natürliche Gabe nicht kennen.
Durch den Mitron wollten die Götter herausfinden worauf die menschliche Liebe basiert und wie sie funktioniert.
So wanderte der Mitron, wunderschön geschaffen, durch alle Kontinente der Erde. Die Frauen und Männer scharten sich voll körperlichem Verlangen um den Mitron. Jedoch konnte der Mitron ihre Sehnsüchte nicht befriedigen so wendeten sie sich schnell wieder von ihm ab. Die Götter glaubten Schönheit und Sex seien der Schlüssel und einziges Merkmal der Menschen und wollten den Mitron als Halbgott in ihre göttliche Paläste zurückbefördern da wendete sich das Blatt.
Auf einem Berg begegnet dem Mitron eine einsame blinde Frau, lebend von Almosen und Spenden.
Sie unterhielten sich. Aus einer Unterhaltung wurde ein Gespräch von warmen Worten und schließlich durch die alleinige Macht ihrer Worte entstand eine Bindung zwischen ihnen, die in Liebe mündete. Da erkannten die Götter die wahre Liebe unter Menschen, die in jeglicher Form möglich ist und schenkten der Blinden die Sehkraft und dem Mitron die vollendete Menschwerdung sowie die Sexualität. Beide sollten nun fortan glücklich und als Paar in des menschlichen Sphäre verweilen. Die Götter wiederum beneideten die Menschen um ihre Fähigkeit zu lieben und hielten sich nun fortan aus der Weltgeschichte heraus. Nie wieder sollten sie auf Erden zurückkehren aus purer Überzeugung, die Menschen können durch die Liebe diese Welt besser beherrschen als es die Götter je könnten.
