Es steht Geschichte als nähste Unterrichtsstunde an.
Wie immer an diesem Morgen betritt sie das Klassenzimmer eines Gymnasiums in der deutschen Provinz.
Die Schüler schnattern und lachen gefolgt einer ansetzenden Stille als die betagte Lehrerin den Raum betritt.
Respektvoll vor dieser Frau in den vierzigern verstummen die Schüler und die Lehrerin blickt sich um. Sie sieht Mädchen wie Jungen in der Blüte ihrer Jugend. Da wäre Hannah die im Unterricht nie einen Mucks von sich gibt, da wäre Johhannis der gerne diskutiert aber schlechte Klausuren schreibt und dann gibt es Roman. Roman ist was alles betrifft ein echter Exot. Im Unterricht überrascht er mit sehr eigenwilligen und intelligenten Bemerkungen, einer scharfen Auffassungsgabe und Ansichten, die nur ein Freigeist zu vertreten erfinden würde.
Genau diesen Schüler beobachtet die Lehrerin sehr genau. Seine pechschwarzen gelockte Haare, seine stechend grüne Augen, sein geheimnisvoller Blick in einem markanten Gesicht. Nicht einmal erwischt die Lehrerin sich dabei, immerzu diesen Jungen zu mustern. Nicht das sie ihre Rolle als Lehrerin falsch verstehe, aber auch nicht der Gefühle abgeneigt die sie bei diesem Schüler entwickelt, die von ihrem Körper zu ihrem Kopf schießen und sie lange in ihrer Fantasie begleiten.
Das nähste Thema ist das Antike Rom. Sie gibt der Klasse ein Kapitel im Schulbuch zu lesen und anschließend Kleingruppen bilden um gemeinsam das Gelesene zu verstehen.
Die jungen Menschen arbeiten akribisch an ihrer Aufgabe ohne große Störungen. So war auch Zeit frei um von einer Gruppe zur nächsten zu schlendern. Bewusst wählte sie Romans Gruppe zum Schluss, um jeden Verdacht ihrer Anziehung zu ihm zu verhindern. Sie las Hannahs Notizen in ihrem Heft, hörte Johannis aufgeregt mit seinem Nachbar diskutieren und zuletzt kam sie an Romans Tisch. Dessen Gruppe war die kleinste, aber auch die interessanteste. Roman sprach nicht viel, wählte seine Worte mit bedacht und ließ seine Klassenkameraden ihre Ideen aussprechen. In diesem Moment beugte sich die Frau über den Jungen mit dem Vorwand seine Notizen zu lesen, doch eher dazu geneigt in diesem kurzen Moment der Nähe seine Haare, seinem Kopf, seinem Körper nahe zu sein, diesen zu riechen und seine Ausstrahlung aufzusaugen.
Es waren nur Sekunden, aber diese Sekunden ließen ihr Herz pochen und ihre weibliche Lust stieg ihrem Körper hinauf. In Millisekunden fasste sie sich wieder, räusperte sich und sagte die Gruppe machen eine gute Arbeit.
Bis zu den letzten Minuten der Stunde war sie mit dieser metaphysischen Erfahrung befasst und ließ die Klasse zeitig in die Pause schicken.
Alsbald der letzte Schüler den Raum verließ, saß sie an ihrem Schreibtisch und schloß die Augen.
Die ledige Frau erinnerte sich an den Duft dieses Jungen und dessen Wärme. An seine schönen Augen, seinem Blick. Dabei fasste sie unter ihrer Bluse und liebkoste langsam ihre Brüste.
Sie war vollauf erregt und der innere Zwietracht , diesen Gefühlen nicht länger nachzugehen, diesem inneren Konflikt schaffte sie von Mal zu mal immer seltener zu widerstehen.
Doch die Vepflichtungen einer Lehrkraft untersagten ihr länger ihrer Lust nachzugehen, der Unterricht musste noch vorbereitet werden…
Es ist Schulschluss und die Lehrerin fährt nach Hause in ihrem alten kleinen Peugeot.
Ihr Privatleben war nicht besonders aufregend in ihrer Zwei-Zimmer Wohnung welches nur minimalistisch möbliert, dekoriert und gelebt wurde.
Neben den Vorbereitungen für den Unterricht versorgte sie ihre zwei Kater, der ihre einzige Gesellschaft waren und so dachte sie nach. Meistens über Roman. Sie las alles an Information über ihn, die sie zu Hände bekam. Sie wusste er sei ein Einzelkind mit einer Alleinerziehenden Mutter in ihrem Alter und dass er privat gerne Basketball spielt. Ob sie diese Gefühle für ihn sie befremdet ?
Natürlich, aber diese Phase war schon lange vorbei seit den Jahren, in derer sie ihn kannte.
Ihr unerfülltes Verlangen ließen sie immer mehr in Verlangen ausbrechen, die sie allein mit Selbstbefriedigung nicht mehr stillen konnte. Und so träumte sie in den Nächten von Roman und träumte auch Tags über diesen Jungen, der ihr den Verstand rauben ließ.
Immer mehr wurde ihr bewusst, dass sie dieses Bedürfnis nicht mehr stillen kann. Sie müsse etwas unternehmen um dieses Leiden zu beenden. Die Gelegenheit dazu sollte nur wenige Monate später auf sie warten…
…das Abitur steht kurz bevor. Eine bedächtige ruhige Atmosphäre überkam die künftigen Akademiker, voll Konzentration und Aufregung vor diesem wichtigen Abschnitt in ihrem Leben.
Alle waren höhst konzentriert und angespannt. Lehrkräfte wie Schüler. Doch Roman schien irgendwie gelassen und ganz ruhig wie er es sonst auch war. Roman schrieb seine Klausur in Geschichte bei der Lehrerin und als diese die zu Händen bekam war sie wohl noch aufgeregter als der Autor des Textes selbst. Sie las Zeile um Zeile und abgesehen von wenigen Rechtschreibfehlern war dies eine nahezu perfekte Arbeit über die Epoche der Antike.
Mit gewissem Stolz vergab sie ihm 14 von 15 Punkten und erfreute sich besonders über eben seine Arbeit.
So langsam endet die Zeit der Prüfungen und die Gedanken wandern vom Lernen zu den angenehmen Dingen wie die Partys und Abschlussfeiern.
Dieses Schuljahr wurde der Abi-Ball in einer großen Gaststätte in der Umgebung gefeiert.
Mit schicken Anzügen und Kleidern trudeln die ehemaligen Schüler in den Saal gefolgt vom festen Protokoll der Direktion wie endlose unendliche Reden wichtiger Persönlichkeiten und Danksagungen.
Geduldig ließen die Schüler eine Rede nach der anderen passee bis endlich sie dieses Fest gestalten mit reichlich Alkohol und Tanz.
Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit für die Lehrer zu verschwinden doch die Lehrerin verblieb noch heimlich um gespannt ihre Schützlinge in einem anderen Licht zu sehen. Sie sieht ausgelassene, fröhliche und beschwipste junge Erwachsene inzwischen. Wie schnell doch die Zeit vergeht in derer sie anfangs Kinder betreute die nun zu Erwachsenen heranreifen. Sie dachte an die stille Hannah die gerade mit einem Jungen tanzt, Johannis der sich ein Bier nach dem Anderen einschenkt und schließlich Roman. Roman trug an dem Abend ein maßgeschneidertes navy-blauen Anzug mit roter Fliege. Er sah ziemlich schick aus und die Lehrerin, die selbst gerne sich den einen und anderen Prosecco einschenkt, machte sich zusehends Gedanken. Gedanken wie es ohne ihn weitergehen würde. Ob es gut war dass er jetzt aus ihrem Leben verschwindet oder doch die vertane Chance ihm nahezukommen…
Es ist spät des Abends und die Abiturienten feiern ausgelassen, als die Lehrerin beschließt sich auf den Heimweg zu machen. Ihren alten Peugeot ließ sie stehen nach den paar Prosecco und so schritt sie Richtung Bahnhof um sich dort ein Taxi zu nehmen.
Gerade als sie ein Taxi entdeckte blickte sie zufällig noch über die Straße und nahm eine schlanke Person im Anzug wahr. Sie blickte genauer und entdeckte ihren ehemaligen Schüler Roman.
Sie wägte ab ob sie weitergehen solle oder doch ihn ansprechen wo er denn hin wolle.
Gerade als sie noch abwägte schritt Roman an sie heran.
Er fragte lediglich ob sie sich ein Taxi teilen könnten da er schon etwas früher nach Hause wolle.
Die Lehrerin lächelte und lud ihn auf ihre Kosten an, da er ja seinen Abitur zu feiern hätte und so stiegen beide in den gelben Mercedes ein.
Roman nannte die Adresse und die Lehrerin war verblüfft dass dessen Zuhause unweit der ihrer war.
Beide saßen sie hinten gemeinsam und schwiegen sich zunähst an. Ab und an schielte sie rechts neben sich auf Roman ohne seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu wollen.
Es waren bloß 20 Minuten bis zum Ziel in derer beide kein Wort von sich gaben. Weder von Robin noch von ihr.
Am Ziel stiegen beide aus und als Roman sich gerade verabschieden wollte passierte es. Die Frau nahm ihn an seine Hände, zog ihn zu sich und küsste ihn sachte auf den Mund.
Der junge Körper vor ihr war überrascht aber ließ es zu. Dies ließ sie dazu verleiten noch weiterzugehen und sie glitt ihre Hände von seinem Gesicht, seinem Körper herunter und schließlich an seinem Geschlecht. ´´Komm mit mir nach Hause´´ flüsterte sie ihm leise ins Ohr und er zögerte. Zögerte, sagte kein Wort aber nickte. Dieses Nicken ließ die einst einsame Frau in Ekstase der Gefühle schwelgen und sie sah endlich wieder seit langer Zeit eine Nacht mit dem anderen Geschlecht vor sich. Sie zog ihn am Arm und schleppte ihn förmlich in ihre kleine Wohnung.
Als endlich die Tür hinter ihnen schloß, zog sie sich vollends aus legte sich ins Bett und wartete bis er sich auszog. Roman betrachtete vor dem Bett stehend seine ehemalige Lehrerin, bewegte sich aber nicht und zögerte. ´´Was ist mit dir ?´´fragte die Frau leise mit leichter Enttäuschung.
Doch er sagte nichts und blieb noch weiter stehen. Da stand die nackte Frau auf schritt langsam zu ihm, küsste ihn nochmal langsam am Mund, kniete sich vor ihm und öffnete seine Hose.
Sie nahm sein Glied wahr, der ihr wunderschön vorkam, berührte ihn und spürte endlich seine Erregung. Sie tat alles um ihn zu erregen. Sie tat alles was sie sich in ihrer Fantasie wünschte und alles um seinen Samen in sich zu spüren. Es dauerte nicht lang bis der Liebesakt vorbei war.
Die Lehrerin schluckte den Samen ihres ehemaligen Schülers und legte sich zu ihm ins Bett, dabei ihr Kopf an seiner Brust anlehnend. Beide schwiegen eine Weile und atmeten nun tief und langsam, als die Erregung sich wieder legte. Dann unterbrach die Lehrerin das Schweigen. Sie sah in die Augen des inzwischen jungen Mannes und beichtete ihm ihre Liebe, ihre Gefühle, ihrer nie endenden Zuneigung zu ihm. Roman erwiderte ihren Blick und dann brach er endlich das Schweigen: ´´Es tut mir Leid. Es ist leider nicht möglich.´´
Der Lehrerin stockte der Atem, sprang nackt vor ihm auf und wurde in ihrem Ton lauter.
´´Warum nicht Roman? Siehst du denn nicht, dass ich dich liebe?´´
´´Ich sehe es, aber ich kann deine Liebe nicht erwidern. Ich bin in Hannah verliebt.´´
In Sekunden wurde der Lehrerin klar, dass ihre Liebe eine Einbahnstraße mit Sackgasse war. Sie war am Ziel angekommen, hatte eine Nacht ihrer Träume doch mehr war es nicht. Mehr als Sex ist es nicht. Was hatte sie sich bloß dabei gedacht ? Dann zog sie sich wieder hastig an und befahl ihrem Liebhaber karg wieder zu Gehen auf. Roman gehorchte, zog sich schnell wieder an und tritt durch die Haustür bis eine Hand ihn an die Schulter fühlte. ´´ Danke´´war das letzte Wort der Frau und schickte den jungen Mann in die weite Welt hinaus. Danach schloß sie die Tür, legte sich ins Bett, umarmt ihre zwei Kater und drückt leise eine Träne aus ihren Augen.
