Irgendwo im Osten Polens.

Irgendein Ort inmitten der wunderschönen wie wilden Natur in Masowien.

Die Menschen sind fromm, gehen ihrer Arbeit nach und Abends in den täglichen Gottesdienst.

Es war ein ruhiges Leben inmitten des Vaterlandes im Schoße der heiligen Jungfrau Maria.

An jeder Ecke sind Kruzifixe und Statuen von Heiligen. Wahrlich dieses Land sei gesegnet in Gottesfurcht und der Erlösung im Beichtstuhl.

Alles ging seinen Lauf bis wilde Barbaren in das friedliche Land einmarschierten.

Es waren Deutsche, die hereinbrachen und das Morden von Unschuldigen anfingen.

Es waren fortan Deutsche, die diesen Frieden brachen und selbst Kinder den Müttern wegnahmen.

Einer von ihnen war Markus. Ein einfacher Landser und Soldat. Doch es solle passieren, dass eben dieser einfache Landser etwas ungewöhnliches tat, das seinem einfachem Dasein weit weg erschien.

Der Vorgesetzte von Markus, ein Unteroffizier mit dem Namen Fritz war ein strammer Nazi und Menschenhasser. Ihm gefiel es, unschuldiges Blut zu vergießen und wahllos zu morden im Namen des Führers. Genau dieser Unteroffizier war es, der Markus Leben für immer ändern sollte.

Als die von Fritz angeführte Einheit in ein Dorf marschierten und dort unter dem Vorwand der Suche nach Partisanen, die Menschen aus den Häusern rissen und sie alle in eine Kirche steckten.

Als Kinder wie Greise in der Kirche festgesetzt wurden, teilte der Fritz den Befehl aus die Kirche anzuzünden. Zunähst erstarrten die Landser vor diesem grausamen Befehl und zögerten. Daraufhin wiederholte der Fritz voller Wut den Befehl. Unter den Landsern befand sich auch Markus. Es mag wie ein Gedankenblitz erscheinen oder wie eine göttliche Fügung den Befehl nicht auszuführen.

Er stellte sich vor die Kirche und weigerte sich den Weg freizumachen.

Daraufhin befahl der Unteroffizier Markus sofort wegen Ungehorsams zu verhaften, doch die Kameraden weigerten sich. Viele von ihnen schloßen sich Markus an und blockierten die Tür zur Kirche.

Der Fritz tobte vor Wut und drohte seinen eigenen Landsleuten mit sofortiger Verhaftung und Erschießung.

Das war der Moment an dem das Szenario und die Machthierarchie kippte.

Die meuternden Soldaten nahmen den Unteroffizier fest und öffneten die Tür der Kirche. Sofort flüchtenden die Zivilisten aus der Kirche und versteckten sich in den nahen Wäldern…

2 Tage später.

Der Führer tobt.

Die Kunde über die Deserteure machten sich breit und die alten Nazis kochten vor Wut.

Was fielen den deutschen Soldaten ein, den Befehl eines Vorgesetzten zu missachten und polnische Kinder wie Greise zu befreien ?

Die Deserteure wurden nach zwei Tagen von Einheiten der SS in den Kellern von Polen gefunden und sofort erschoßen.

Das polnische Dorf daraufhin niedergebrannt und alle Bewohner zusammengefercht und mit einem Maschinengewehr erschoßen.

Was bleibt ist nur die Schande über diese tragische Tat, aber doch ein Hoffnungsschimmer inmitten der Dunkelheit des Nazideutschlands.

Ein Symbol der Vernunft, der Moral und das Menschliche.

Diese Geschichte mag zwar fiktiv sein, aber doch eine andere Sicht auf die Täter und ihr Volk.

Die Deutschen müssen aus ihrer Geschichte lernen und die Konsequenzen ziehen und ein Vorreiter werden in der Achtung der Menschenwürde, auch wenn diese Würde in der modernen Welt immer mehr untergraben wird.

Die Täter sind nicht das ganze Volk, aber eben das Volk der Täter.

Möge der Mut von Markus und seinen Kameraden ein Zeichen dafür sein, dass jeder Einzelne im Strang der Macht und Hierarchive etwas Gutes bewegen kann.

Dazu sind wir alle berufen. Nur bedarf es etwas des Mutes.