So stehen wir Menschen nun da. Alleingelassen und verwaist vor dem Tore des Paradieses, dessen Pforte nun für uns verschlossen ist.
Lange lebten wir im Glauben des Paradieses und unser Glück in den Händen Gottes wissend.
Doch die Tore sind nun zu. Aber genau diese Tore werden wieder geöffnet, gar eingerissen werden.
Was wäre besser ? Das Warten an der Klagemauer zum Himmel, oder dem Einreißen der Klagemauer zu uns selbst ?
Jetzt entscheidet sich, was uns Menschen ausmacht oder wozu wir fähig sind.
Es sind nicht die Mauer zum Himmel, denen wir hinterherträumen sollten, sondern das Durchschlagen der Mauern zu uns selbst.
Der Mensch auf Erden, gebrechlich aber doch des Wesens fähig, wird alles niederschmettern, was uns voneinander trennt. Das Paradies liegt nicht verborgen hinter Mauern zu Himmel oder Hölle, sondern das Paradies liegt mitten unter uns. Es ist die reine Menschlichkeit, die uns Menschen doch ausmacht und uns ein Stück Göttlichkeit auf Erden gibt. Wir sind fähig, alles niederzuschmettern das uns vom Glück trennt. Doch was ist dieses Glück ? Es ist das Glück des Menschen guten Willens. Die Fähigkeit aus sich selbst heraus zu wagen und es zu wagen, anderen Menschen an diesem Glück Teilhaben zu lassen. Denn das sind wir. Wir sind Menschen, nicht mehr und nicht weniger. Aber wir werden sämtliche Mauern einreißen, um uns neue Paläste der eigenen Göttlichkeit zu bauen.
Wir sind es, die Fähig zu Leben, Lieben und Barmherzigkeit zu gewähren können.
Trauert nicht dem göttlichen Himmel nach. Das Warten an dessen Klagemauer ist es nicht wert, als unsere ganz eigenen menschlichen Mauern einzureißen. Wenn wir das schaffen, werden wir die neuen Könige unserer Selbst sein. Dies Vermag kein Gott zu bewerkstelligen.
